Immer mehr Motoren verwenden Ketten als Übertragungselemente für das Steuerzeitsystem zur Leistungsübertragung zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle. Für professionelle Kfz-Reparaturbetriebe stellt die Behebung von Kettengeräuschen keine komplexe Reparaturaufgabe dar; doch ohne sorgfältige Abwägung kann es gelegentlich zu Umwegen kommen.
Kürzlich wurde ein bestimmtes Fahrzeug zur Wartung in die Werkstatt gebracht, da während des Betriebs ungewöhnliche Motorgeräusche auftraten. Nach sorgfältiger Inspektion stellte das Wartungspersonal fest, dass das Geräusch von der Steuerkette des Motors verursacht wurde.

Als Nächstes verfolgen wir den Wartungsprozess dieses Fahrzeugs, um die Ursache der Störung zu ermitteln.
Um festzustellen, ob ein ungewöhnliches Geräusch von der Steuerkette ausgeht, kann man Lage und Charakteristik des Geräuschs analysieren. Das ungewöhnliche Geräusch der Steuerkette ist ein rhythmischer „dada“-Ton, dessen Frequenz mit steigender Motordrehzahl zunimmt. Die Ursache für das ungewöhnliche Geräusch liegt meist darin, dass die Kette aufgrund einer hohen Laufleistung gedehnt ist oder der Kettenspanner Druck abgibt, wodurch die Kette nicht mehr ausreichend gespannt wird.
Wenn die Steuerkette sich dehnt oder der Kettenspanner nicht ausreichend Spannung aufbringen kann, wird die Kette schlaff und erzeugt Geräusche. Das Wartungspersonal ersetzte die Steuerkette und den Kettenspanner und startete den Motor nach der Montage – das ungewöhnliche Geräusch war jedoch weiterhin vorhanden.

Angesichts dieser Situation überdachten die Wartungsfachkräfte erneut mögliche Ursachen für solche Störungen. Der Steuerkettenspanner wird durch Öl-Druck betätigt. Ist der Öldruck unzureichend, kann dies die Bewegung des Kettenspanners einschränken. Selbst ein vollständig neuer Spanner ist dann nicht in der Lage, ausreichende Spannung aufzubringen. Unverzüglich prüften die Wartungsfachkräfte den Ölstand, der den Vorgaben entsprach; zudem war das Öl relativ sauber und wies eine normale Fließfähigkeit auf. Auf Nachfrage beim Fahrzeughalter stellte sich heraus, dass dieser vor etwa zehn Tagen eine Wartung durchgeführt hatte und hochviskoses Motoröl verwendet hatte.
Das Fahrzeughandbuch gibt vor, dass Motoröl der Viskositätsklasse 0W-30 verwendet werden muss; bei der letzten Wartung empfahl die Werkstatt jedoch Motoröl der Viskositätsklasse 0W-40. Daraus lässt sich ableiten, dass die hohe thermische Viskosität des Motoröls wahrscheinlich zu einer verminderten Ölzufuhr für den Steuerketten-Spanner führte und der unzureichende Öldruck ein ungewöhnliches Geräusch in der Steuerkette verursachte.
Ersetzen Sie das Motoröl durch Öl der Viskositätsklasse 0W-30, und das ungewöhnliche Geräusch der Steuerkette tritt nicht mehr auf.
Die Störung des Fahrzeugs wurde durch eine Erhöhung der Ölviskosität verursacht. Üblicherweise beruht ein Fehlverhalten des Steuerketten-Spanners häufig auf Vernachlässigung der Motorwartung.

Zunächst sammelt sich bei langfristigem Nichtwechseln des Motoröls zunehmend metallischer Verschleißabrieb an. Die Zunahme dieser Verunreinigungen verlangsamt den Ölfluss und kann möglicherweise die Ölleitung oder den Filter des Ketten-Spanners verstopfen.

Zweitens verstopft sich der Filter bei unzureichender Wartung des Fahrzeugs allmählich aufgrund der Ansammlung einer großen Menge Verunreinigungen. Ein verstopfter Filter führt zu einem schlechten Ölfluss im Schmiersystem des Motors und bewirkt, dass die Steuerkettenspannvorrichtung nicht mehr reibungslos arbeiten kann.
Darüber hinaus wird die Verwendung zusätzlicher Öladditive nicht empfohlen. Solange Öl und Filter in regelmäßigen Abständen entsprechend der vorgeschriebenen Laufleistung gewechselt werden, ist der Betriebsbedarf des Motorschmiersystems ausreichend gedeckt. Die Funktionen verschiedener Motoröladditive unterscheiden sich zwar, doch besitzen sie im Allgemeinen eine reinigende Wirkung. Additive lösen Verunreinigungen wie Kohleablagerungen, die an den Ölleitungen haften, und gelangen so in das Motoröl. Dies reduziert nicht nur die Fließfähigkeit des Motoröls, sondern verstopft zudem den Filter, was sich nachteilig auf den Betrieb der Steuerkettenspannvorrichtung auswirkt.

Das Steuerzeitsystem ist entscheidend für den Betrieb des Motors. Jede Störung im Steuerzeitsystem kann schwere Schäden am Motor verursachen. Für die Steuerkette ist ein Spanner erforderlich, um die erforderliche Spannung bereitzustellen; dieser wird durch den Öldruck angetrieben. Bei einer Störung im Schmiersystem arbeitet der Spanner nicht wie vorgesehen, was zu ungewöhnlichen Geräuschen im Steuerzeitsystem und sogar zu einer falschen Steuerzeiteinstellung führen kann. Daher müssen Öl und Filter strikt in den vorgeschriebenen Kilometerintervallen gewechselt werden, um den normalen Druck im Schmiersystem sicherzustellen.